Chronik des Vereins

Am 27. November 1927 fanden sich 50 Männer im Saal des Gasthauses Schmidt zusammen um die Feuerwehr Biskirchen zu gründen. Erster Kommandant wurde Hermann Volk.

 

Das erste Jubiläum fand im Jahr 1937 statt. 4. März 1950 übernahm Gustav Wolf die Wehrführung von Hermann Volk. Am 17. März 1951 wurde der erste Spielmannszug der Wehr gegründet. Ein großes Fest wurde zum 25jährigen Bestehen der Wehr vom 7. – 9. Juni 1952 gefeiert. Biskirchen war Gastgeber des Kreisverbandstages der Feuerwehren. Die Wehr erhielt am 5. März 1952 ein neues Fahrzeug, einen Borgward. Somit war die Schlagkraft der Aktiven um ein vielfaches gestiegen. Am 31. Juli 1965 konnte der Spielmannszug erstmals wieder bei der Sportplatzeinweihung aufspielen. Die Jahre zuvor war der Spielbetrieb eingeschlafen. Am 10. Und 11. Juni 1967 wurde das 40jährige Jubiläum gefeiert. Zu diesem Anlass wurde beim Festkommers ein neues Vereinsbanner geweiht.

 

Auf der einen Seite des Vereinsbanners steht auf rundem Untergrund: „Freiwillige Feuerwehr Biskirchen 1927 – 1967“ In der Mitte ein Feuerwehrhelm mit gekreuzten Feuerwehrbeilen umrundet von einem Lorbeerkranz und auf der anderen Seite auf cremefarbenen Untergrund:  „Wir schützen unsere Heimat“. In der Mitte steht das Dorfwappen, die obere Hälfte blau, die untere gelb (Symbole der alten Solmser Farben, zu denen Biskirchen jahrhundertelang gehörte). In der Mitte ein sprudelnder Brunnen mit aufgehender Sonne (Symbol für das aufstrebende Dorf mit seinen heilenden Quellen).

 

Besonders gerührt übernahm Ortsbrandmeister Gustav  Wolf das Vereinsbanner und erklärte, dass dieses in Zukunft bei Freund und Leid der Wehr vorangetragen wird.

 

Die mit einem Zelt erweiterte Dreschhalle bot für das Fest den richtigen Rahmen. Dem Festkommerssamstag ging am Freitagabend eine große Boxveranstaltung voraus. Samstag und Sonntag war das Festzelt mit über 1000 Feierten besetzt. Ein Festzug erfreute die Bevölkerung.

 

Am 20. März 1970 übergab Ortsbrandmeister Gustav Wolf den Führungsstab an Werner Daniel.

 

Am 16. April 1971 wurde die Jugendfeuerwehr gegründet. Erster Jugendfeuerwehrwart war Heinz Weber.

 

Im 7. Dezember 1971 wurde das neue Löschfahrzeug LF 8 in Karlsruhe abgeholt. Ende 1975 konnte die Wehr ihren ersten VW-Bus in Betrieb nehmen.

 

Vom 9. – 11. August 1975 wurde das 10jährige Jubiläum des Spielmannszuges mit dem Kreisspielmannszugtreffen in der Bornhalle (Gertrudishalle) gefeiert.

 

Auch konnte die Jugendfeuerwehr im Jahr 1975 erstmals einen großen Erfolg feiern. Unter Leitung des Jugendfeuerwehrwartes Jürgen Ambrosius errang die Jugendfeuerwehr die höchste Auszeichnung für ein Jugendfeuerwehrmitglied, die Leistungsspange.

 

Vom 1. – 4. Juli 1977 wurde das 50jährige Jubiläum der Wehr gefeiert. Nach einem Freundschaftsspielen der Musik- und Spielmannszüge wurde vom Spielmannszug der Feuerwehr Biskirchen und dem Musikzug Schwalbach der „Große Zapfenstreich“ gespielt. Am 30. Oktober 1977 wurde die Frauengruppe gegründet. Neben den aktiven Männern nahmen nun auch Frauen den aktiven Dienst in der Einsatzabteilung auf.

 

Am 27. Februar 1978 beschloss die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Leun ein neues Feuerwehrhaus zu bauen. Als Platz wurde der Platz auf dem die alte Schule stand bestimmt. Diese, in der jahrelang die Feuerwehr ihr Domizil hatte, musste dem Bau weichen. Sie wurde am 3. Juni 1978 abgerissen. Die Grundsteinlegung erfolgte am 5. August 1978, das Richtfest am 17. August 1979. Mit viel Eigenleistung der Wehrleute wurde das neue Feuerwehrgerätehaus gebaut. Am 28. November 1981 wurde nach 3 ½jähriger Bauzeit eingeweiht. Vom 30. April bis 4. Mai 1981 nahmen die Wehr und der Spielmannszug an den  Verschwisterungsfeierlichkeiten der Stadt Leun und der französischen Stadt Feytiat in Feytiat teil. Der Spielmannszug umrahmte die Unterzeichnung der Verschwisterungsurkunden mit der deutschen und der französischen Nationalhymne. Vom 21. – 24. Juni 1984 fand ein Mehrtagesausflug nach Ried im Zillertal statt.

 

Das 20jährige Bestehen des Spielmannszuges wurde vom 6. – 9. Juni 1985 wiederum mit dem Kreisspielmannszugtreffen in der Gertrudishalle gefeiert.

 

Das 60jährige Bestehen der Feuerwehr wurde am 6. Oktober 1987 mit einem „Tag der Feuerwehr“ in und um das Feuerwehrgerätehaus gefeiert. Am 27. November 1987 wurde dann och ein Kaffeenachmittag mit den noch lebenden Gründern abgehalten. Am 22. Juni 1993 wurde das neue TSF-W (Tragkraftspritzenfahrzeug-Wasser) an die Wehr übergeben.

 

Das Jahr 1995 stand auch für die Feuerwehr Biskirchen ganz im Zeichen der 750-Jahr-Feier des Kirchspiels Biskirchen-Bissenberg-Stockhausen. Es wurde „Alte Schule“, das langjährige Feuerwehrdomizil nachgebaut und im Festzug, neben mehreren anderen Neubauten prägnanter Gebäude mitgeführt.

 

Am 6. Oktober 1996 feierte die Jugendfeuerwehr am „Tag der Feuerwehr“ ihr 25jähriges Bestehen. Auch das 70jährige Bestehen der Feuerwehr 1997 wurde mit dem „Tag der Feuerwehr“ und einem kleinen Umtrunk am 27. November 1997 gefeiert.

 

Eine besondere Jahreshauptversammlung fand am 18. März 2000 statt. Werner Daniel gab die Führung des Vereins ab. Brigitte Ambrosius-Ruggia wurde zur 1. Vorsitzenden gewählt. In einer kleinen Laudatio umrahmt vom Spielmannszug würdigte Schriftführer Jürgen Ambrosius die Verdienste von Werner Daniel, der 30 Jahre Vorsitzender der Freiwilligen Feuerwehr Biskirchen war. Die Versammlung ernennt Werner Daniel zum Ehrenvorsitzenden der Feuerwehr Biskirchen.

 

Besonders zu erwähnen ist der 8. April 2000. Um 11.59 Uhr wird Großalarm gegeben. Die Schule brennt. Durch eine unbekannte Ursache war in dem alten Trakt der Mittelpunktschule Lahn-Ulm ein Brand ausgebrochen. Es konnte von den Wehren aus Biskirchen, Bissenberg, Leun, Stockhausen, Braunfels, Allendorf das Übergreifen auf die neuen Gebäude zwar verhindert werden, aber der alte Trakt der Schule brannte bis auf die Grundmauern ab. 

 

Wiederum wird am 7. Oktober 2001 der „Tag der Feuerwehr“ dazu genutzt, das 25jährige Jubiläum der aktiven Frauen in der Feuerwehr und dem 30jährigen Bestehen der Jugendfeuerwehr zu feiern.  

 

Das 75jährige Bestehen der Wehr wird vom 16. – 18. August 2002 in kleinem Rahmen im Dorfgemeinschaftshaus „Grüne Au“ gefiert. Am Freitagabend fand eine Disco-Veranstaltung statt. Der Akademische Abend am Samstag wurde als Vereinsabend durchgeführt. Am Sonntagmorgen schloss sich ein musikalischer Frühschoppen an.

 

Am 25. Oktober 2003 wurde die Minifeuerwehr Biskirchen gegründet. Unter Leitung von Nicole Kußin-Fischer  und Andrea Sellner treffen sich 6 – 10jährige Kinder alle 14 Tage zur Übungsstunde.

 

Am 27. November 2004 wird ein neues MTF (Mannschaftstransportfahrzeug) übergeben. Mit einem erheblichen Anteil hat der Verein das Fahrzeug mitfinanziert. 

 

Vom 25. – 28. August 2008 nahm die Feuerwehr Biskirchen aktiv an den Feierlichkeiten zum 25jährigen Bestehen der Partnerschaft mit Feytiat teil. Im Feuerwehrgerätehaus übernachtete ein Jugendchor aus Feytiat und wurde von der Feuerwehr verpflegt.

 

Am 30. September 2007 wurde das 80jährige Bestehen der Feuerwehr wiederum mit dem „Tag der Feuerwehr“ begangen. Eine Schauübung und Informationen rund um die Feuerwehr zeigten die vielfältigen Aufgaben der Feuerwehr auf.

 

Am 22. Dezember 2009 wird das neue HLF (Hilfeleistungslöschfahrzeug) in Empfang genommen. Dies erforderte, dass die aktiven Frauen und Männer noch intensiver üben müssen, um den immer weiter steigenden Anforderungen im Feuerwehrdienst gerecht zu werden.

 

Am 7. September 2013 findet die Olympiade der Minifeuerwehren im Feuerwehrverband Wetzlar in Biskirchen statt.

 

Am 1. März 2014 nimmt die Freiwillige Feuerwehr Biskirchen letztmalig an der von der Feuerwehr, dem Gesangverein und dem Sportverein veranstalteten Fasching teil. Nach 30 Jahren aktiver Mitarbeit scheidet die Feuerwehr aus dem Vereinsverband Fasching aus.

 

Mitte 2015 wurde das neue ELW (Einsatzleitfahrzeug) der Stadt Leun in Dienstgestellt. Der Standort ist in Biskirchen. Das MTW von Biskirchen wurde nach Leun überstellt, da das dortige ELW seinen Dienst aufgegeben hatte.

 

Am 2.10.2016 wurde am „Tag der Feuerwehr“ wird das 40jährige Bestehen der aktiven Frauen in der Feuerwehr gefeiert. Marie-Luise Ambrosius und Brigitte Ambrosius-Ruggia sind seit 40 Jahren als aktive Feuerwehr Frauen dabei.

 

Zum „Tag der Feuerwehr“ am 1. Oktober 2017 wird das 90jährige Bestehen der Feuerwehr mit einer Schauübung der Einsatzabteilung, einer Fahrzeug- und Geräteschau, Informationen zur Feuerwehrarbeit und  Kinderbelustigung gefeiert. Das gemütliche Zusammensein kam nicht zu kurz.

 

  

Der Vorstand im Jubiläumsjahr des 90jährigen Bestehens:

 

Vorsitzende:                                    Brigitte Ambrosius-Ruggia seit 18. März 2000

 

Stellvertretender Vorsitzender:   Olaf Zipp seit 17. Januar 2004

 

Kassenwart:                                     Horst Weber seit 9. Januar 1982

 

Schriftführer:                                   Jürgen Ambrosius seit 14. Januar 1972

 

Stellvertretender Kassenwart:     Günter Saager seit 16. Januar 2010

 

Stellvertretender Schriftführer:   Thorsten Fischer seit 14. Januar 2012

 

Beisitzer:                                          Jürgen Heller seit 24. Januar 2014

 

Beisitzerin:                                       Andrea Sellner seit 14. Januar 2012

 

  Ferner gehören Wehrführer Andreas Zenthöfer, stellvertretender Wehrführer Tom Rose, Jugendfeuerwehrwart Patrick Zipp, Aktivensprecher Günter Wigand, Aktivensprecherin Marion Ambrosius dem Vorstand kraft Amtes an.

  

   

Soweit ein kleiner Überblick über die 90jährige Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Biskirchen.

 

Es ist nicht möglich alles aufzuzählen. Es wurden viele gesellige Veranstaltungen durchgeführt. Mehrtagesausflüge, Tagesausflüge, Familientage, und vieles mehr.

Auch eine detaillierte Aufzählung der vielfältigen Einsätze, wie Brandeinsätze, technische Hilfeleistung bei schweren Unfällen und weiteren Einsatzszenarien wird hier nicht vorgenommen.

Von den unzähligen Stunden der Einsätze, der Übungsstunden und der Ausbildung, der Lehrgänge und der Brandschutzerziehung im Kindergarten und der Grundschule, und vielem mehr wird nicht berichtet.

 Die Arbeit der Jugendfeuerwehr und der Minifeuerwehr erfordert eine gesonderte Berichterstattung.

 

Wir sind froh, dass sich immer wieder Frauen und Männer bereitfinden in den Dienst am Nächsten einzutreten und sich für die Allgemeinheit einzusetzen.

 

Wir freuen uns über jede und jeden Interessenten, der die Arbeit der Feuerwehr aktiv aber auch passiv unterstützen will.

 

Große Veränderungen stehen an.

 

So wird seit 2014 an dem Zusammenschluss der Feuerwehren Biskirchen, Bissenberg, Stockhausen gearbeitet. Es wird zwischen Biskirchen und Bissenberg ein gemeinsamer Standort entstehen. Hierdurch werden  wird die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr weiter erhöhen. Durch die Zentralisierung werden aber zukünftig auch entstehende Kosten gesenkt.

 

 

Quellen:

 Die Geschichte der Feuerwehr bis 1977 von Rudolf Anschütz,

Protokollbücher und Jahrestätigkeitsberichte der Feuerwehr,

eigene Aufzeichnungen, Erinnerungen, Erkundigungen