CHRONIK

DER

FREIWILLIGEN FEUERWEHR BISKIRCHEN

GEGRÜNDET AM 27. NOVEMBER 1927

(Stand: 18. Januar 2004)

 

FEUERWEHREN

RETTEN - BERGEN - LÖSCHEN - SCHÜTZEN

 

Die Freiwillige Feuerwehr Biskirchen stellt sich vor.

    

Die Gründung der Freiwillige Feuerwehr Biskirchen fand am 27. November 1927 im Saal des Gasthauses Schmidt statt. 52 Männer erklärten ihre Aufnahme. Als erster Feuerwehrkommandant wurde Hermann Volk gewählt. Den ersten Brandeinsatz hatte die neu gegründete Freiwillige Feuerwehr 1928 bei dem Brand des Gasthauses Arabin in Stockhausen. Im Frühjahr 1930 wurden alle Feuerwehrleute mit Einsatzkleidung ausgerüstet. Im Jahr 1933 wurde eine Motorspritze mit 160 m Schlauchleitung erworben. Das alte Leiterhaus neben der Scheune von Piskator (Nadler) wurde 1933 abgerissen. Am 27. November 1937 wurde das 10jährige Bestehen gefeiert. Der 2. Weltkrieg rief viele Männer der Wehr zur Wehrmacht ein. So kam es, dass im Winter 1944 Mädchen des Dorfes von dem damaligen Bürgermeister Eckhard bestellt wurden. Es wurde beschlossen zur Unterstützung der Männer der Wehr Mädchen auszubilden.

Nach den Kriegswirren und einem Neubeginn wurde Gustav Wolf 1950 zum neuen Ortsbrandmeister gewählt. Am 17. März 1951 wurde der erste Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr gegründet. Das 25jährige Bestehen der Wehr wurde in der Zeit vom 7. - 9. Juni 1952 zusammen mit dem Kreisverbandstag gefeiert. Am 5. März 1952 erhielt die Wehr ein neues Fahrzeug des Typs Borgward.

Ab dem 1. April 1965 hatte die Feuerwehr in der umgebauten Scheune der alten Schule eine Unterkunft für das Fahrzeug und die Geräte. Im Jahr 1961 wurde Gustav Wolf zum Bezirksbrandmeister des Ulmtalbezirkes ernannt. Schon im Mai 1961 wurde daraufhin eine gemeinsame Übung der Wehren in Biskirchen durchgeführt. Im Frühjahr 1965 wurde der nicht mehr bestehende Spielmannszug neu gegründet. Bei der Sportplatzeinweihung hatte der Spielmannszug am 31. Juli 1965 seinen ersten Auftritt. Auch das 40jährige Bestehen wurde am 10. und 11. Juni 1967 in einem würdigen Rahmen gefeiert. In der Jahreshauptversammlung am 20. März 1970 übergab Gustav Wolf die Führung der Wehr an Werner Daniel. Gustav Wolf wurde zum Ehrenbrandmeister ernannt. In der Jahreshauptversammlung 1971 wurde beschlossen, eine Jugendfeuerwehr zu gründen. Die Jugendfeuerwehr traf sich am 16. April 1971 unter Leitung von Heinz Weber das erste Mal.

Am 7. Dezember 1971 wurde das neue Löschgruppenfahrzeug (LF 8) in Karlsruhe abgeholt. Durch den Zusammenschluss von Biskirchen, Bissenberg, Leun und Stockhausen zur Stadt Leun wurde am 6. April 1974 wurde mit Hermann Müller aus Stockhausen erstmals ein gemeinsamer Stadtbrandinspektor gewählt. Ende Januar 1975 konnte die Wehr ihren ersten VW-Bus in Betrieb nehmen, der aus Vereinsmitteln finanziert wurde.

Das Fest zum 10jährigen Bestehen des Spielmannszuges wurde in der Zeit vom 9. - 11. August 1975 in der Gertrudishalle gefeiert. Schirmherr war Herbert Arnold aus Weilburg. Im Jahr 1975 konnte auch die Jugendfeuerwehr einen großen Erfolg feiern. Erstmals errang sie unter Leitung des Jugendfeuerwehrwartes Jürgen Ambrosius die Leistungsspange, die höchste Auszeichnung für ein Jugendfeuerwehrmitglied. Am 30. Oktober 1976 wurden die ersten weiblichen Mitglieder in die Einsatzabteilung der Wehr aufgenommen. Im Festjahr fand am 26. Juni 1977 ein Festgottesdienst in der Evangelischen Kirche in Biskirchen statt. Das 50jährige Bestehen der Wehr wurde vom

1. - 4. Juli 1977 gefeiert. Am Freitag fand unter Mitwirkung des Musikzuges Schwalbach eine Totenehrung am Ehrenmal und auf dem Friedhof statt. Im Anschluss führte die Jugendfeuerwehr eine Großübung auf dem Sportplatz durch. Abends dann ein Freundschaftsspielen der Musik- und Spielmannszüge in der Festhalle, der Bornhalle, mit anschließendem "Großen Zapfenstreich", gespielt vom Musikzug Schwalbach und dem Spielmannszug der Feuerwehr Biskirchen.

Der Samstag war dem eigentlichen Festkommers vorbehalten. Rudolf Anschütz hielt die Festrede, die Sängervereinigung Borussia Sängergruß und der Musikzug Limburg mit Tanzgarde umrahmten den Kommers. Der Musikverein Westernohe spielte anschließend zum Tanz.

Der Festsonntag begann mit einem Weckruf des Spielmannszuges. Mittags zog sich ein großer Festzug durchs Dorf. Im Anschluss fand ein Bühnenspiel der teilnehmenden Musik- und Spielmannszüge in der Bornhalle statt. Abends war Tanz mit dem Musikverein Westernohe angesagt. Der Festmontag blieb dem traditionellen Frühschoppen mit Tanzmusik der Kapelle Scheffer vorbehalten. Dieser zog sich bis in den späten Abend. Ein schönes Fest zum 50jährigen Bestehen.  

Otto Hardt aus Biskirchen schrieb der Feuerwehr für das 50jährige Jubiläum eigens ein Gedicht:

 

"Ein Gruß den Gästen!

Feuerwehrkameraden von der Lahn, Ulm und Dill

Euch alle verbindet das hohe Ziel ...

den Menschen zu helfen, als ein Gebot

in Wasser-, Sturm und Feuersnot.

 

Mensch und Tier, Heim und Haus

gilt Eure Sorge, tagein und tagaus,

den Reichen, den Armen, den Großen, den Kleinen

einer für alle und alle für einen.

 

Seit vielen Jahren, Tagen und Stunden

fühlt unser Dorf mit der Wehr sich verbunden,

darum grüßen wir alle und laden ein

am Jubiläumstage unsere Gäste zu sein!

 

Unsere Gäste, liebe Männer, und nicht nur der Wehr,

dem ganzen Dörfchen gereicht es zur Ehr'...

wenn am Jubiläumstage die Fanfaren ertönen

Euch in Biskirchen begrüßen zu können.

 

Verlebt mit uns einige Tage der Freude,

ein herzlich willkommen, gilt Euch schon heute,

Ihr werdet zufrieden wieder scheiden von hier,

Biskirchen, liebe Freunde, bürgt dafür!"

  Die Stadtverordnetenversammlung beschloss am 27. Februar 1978 die Finanzierung eines neuen Feuerwehrgerätehauses. Als Standort wurde der Platz auf dem die alte Schule stand bestimmt. Diese, in der jahrelang  die Feuerwehr ihr Domizil hatte, musste dem Bau des neuen Gerätehauses weichen. Sie wurde am 3. Juni 1978 abgerissen. Die Grundsteinlegung für den Neubau erfolgte am 5. August 1978. Das Richtfest wurde am 17. August 1979 gefeiert. Viele Arbeitseinsätze waren für den Bau notwendig. Am 28. November 1981 konnte dann der Bau nach 3 1/2jähriger Bauzeit eingeweiht werden. Vom 30. April - 4. Mai 1981 nahm die Wehr mit Spielmannszug und Jugendfeuerwehr an den Feierlichkeiten zur Verschwisterung mit der Gemeinde Feytiat in Frankreich teil. Am Abend des 1. Mai fand die große Verschwisterungsfeier im Festzelt in Feytiat statt. Höhepunkt war die Unterzeichnung der Urkunde. Der Spielmannszug der Wehr Biskirchen spielte im Anschluss die französische und die deutsche Nationalhymne und wir verbanden die französische und deutsche Fahne miteinander als Zeichen der Freundschaft beider Gemeinden.

Am 16. Oktober 1983 wurde Jürgen Ambrosius zum Verbandsjugendfeuerwehrwart der Jugendfeuerwehren im Feuerwehrverband Wetzlar gewählt. 

Im Februar und im November 1984 war der Lahn-Dill-Kreis von schweren Hochwassern betroffen. Auch die Wehr Biskirchen war in diesen Tagen pausenlos im Einsatz. Am 16. und 17. März 1984 besuchten uns die Kameraden der Wehr Dietfurt. Nach längerer Pause fand vom 21. - 24. Juni 1984 wieder ein Mehrtagesausflug statt. Das Ziel war Ried im Zillertal. Ein gelungener Ausflug mit sehr viel Spaß und Freude.

Angeregt durch den schönen Ausflug ins Zillertal fand vom 16. - 19. Mai 1985 ein Ausflug nach Achslach im Bayerischen Wald statt. Auch dieser Ausflug war ein voller Erfolg.

Das 20jährige Bestehen des Spielmannszuges wurde in der Zeit vom 6. - 9. September 1985 verbunden mit dem Kreisspielmannszugtreffen  in der Gertrudishalle gefeiert. 22 Kameradinnen und Kameraden aus Dietfurt waren gekommen. Die Unterbringung erwies sich als schwierig, klappte dann aber doch. Das Fest wurde von der Wehr in eigener Regie gehalten. Die Festmetzgerei hatte die Fa. Hennche übernommen. Als Schirmherr konnte Richard Schäufler gewonnen werden. Der Freitagabend war einem Discoabend mit der "Sunshine Company" vorbehalten. Der Festkommers fand am Samstagabend statt. Landrat Gerhard Bökel, Bürgermeister Karl Heinz Straßheim, der stellvertretende Verbandsvorsitzende des Feuerwehrverbandes Wetzlar Hermann Müller und Stadtbrandinspektor Helmut Brede sprachen u. a. Grußworte. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von der Sängervereinigung Borussia Sängergruß und dem Musikzug Limburg. Im Anschluss war Tanz mit dem Musikzug Westernohe angesagt.

Am Sonntagmorgen fand ein kleiner Frühschoppen statt. Ein gemeinsames Mittagessen mit den Dietfurtern schloss sich an. Nachmittags fand ein Sternmarsch der Musik- und Spielmannszüge statt. Ein Bühnenspiel mit Showeinlagen der Damengymnastikgruppe der TSG Biskirchen folgte. Abends wurde zur Musik des Musikzuges Westernohe und der Lasterbacher Musikanten bis in den frühen Morgen getanzt. Der Montag blieb dem Frühschoppen vorbehalten der bis in die späten Abendstunden ging.

Am 28. September 1985 fand eine Stabsrahmenübung statt. Diese Übung wurde zu einem Realfall, da die Waldarbeiter zuviel Holz angesteckt hatten. Es mussten noch Tanklöschfahrzeuge zusätzlich angefordert werden. 

Die Wehr musste am 27. März 1986 zu einem Brandeinsatz im Anwesen von Hermann Höchtel und am 5. April 1986 zu einer Menschensuche ausrücken. Die Menschensuche, ein kleiner Junge war vermisst, blieb erfolglos. Ein Blitz verursachte am 3. Mai 1986 einen Brand im Taunusblick im Hause Schirutschke. Die Wehr konnte den Brand in der Entstehung löschen. Am 10. Mai 86 führte die Wehr einen Tagesausflug nach Bad Kreuznach durch.

Erstmals wurde am 5. Dezember 86 ein Preisskat durchgeführt. Am 11. Dezember 86 fand eine Krisensitzung bezüglich des Spielmannszuges statt.

Am 24. Januar 1987 feierte die Wehr das 10jährige Bestehen der Frauengruppe in der "Grünen Au". Neben dem offiziellen Teil spielten die Lasterbacher Musikanten zum Tanz auf.

Am 10. Mai 1987 wurde die Wehr zu einem Fahrzeugbrand auf die B 49 gerufen. Einige Kameradinnen und Kameraden saßen gerade in der Kirche zum Gottesdienst. Während der Predigt verließen sie das Gotteshaus um dem Nächsten, der in Not geraten war, mit den anderen Kameraden und Kameradinnen beizustehen.

Am 30. August 1987 fand erstmals wieder der Brunnenlauf statt. Die Wehr half hier bei der Absperrung der Strecke und bei dem Transport der Läufer zu ihren Startpositionen.

Vom 24. - 27. September 1987 unternahm die Wehr einen Ausflug nach Weenermoor/Ostfriesland zu dem Feuerwehrkameraden Hermann Weber. Vor dort wurden Fahrten nach Emden, Greetsiel und Norderney unternommen.  

Das 60jährige Bestehen der Wehr wurde am 4. Oktober 1987 mit einem "Tag der Feuerwehr" mit Ausstellungen, Vorführungen, Festreden  etc. im kleinen Rahmen im Feuerwehrgerätehaus gefeiert. Es konnten noch die Gründer Wilhelm Sander, Wilhelm Bremond, Wilhelm Knetsch, Robert Zutt, Albert Keller, Hermann Müller und die Ehrenmitglieder Gustav Wolf, Rudolf Anschütz und Robert Walter, der während der Feierstunde zum Ehrenmitglied ernannt wurde, begrüßt werden. Marie-Luise Ambrosius hielt den Rückblick auf die Feuerwehrgeschichte. Am 28. November 1987 wurden noch einmal die Gründer und Ehrenmitglieder zu einer Kaffeetafel eingeladen. Am 12. Dezember 87 feierten erstmals die vier größten Ortsvereine, TSG, Gesangverein, Gartenbauverein und Feuerwehr gemeinsam einen Familienabend.

Ein Tagesausflug führte die Wehr am 8. Oktober 1988 nach Würzburg und nach Boxberg zu einer Weinkellereibesichtigung. Bei der Aktivenversammlung am 10. Dezember 1988 wurde Thomas Straßheim zum Wehrführer und Klaus Wittkop zum stellvertretenden Wehrführer gewählt.

In der Jahreshauptversammlung am 14. Januar 1989 fanden Vorstandswahlen statt. Es wurde erstmals das Amt des Vorsitzenden und des Wehrführers getrennt. Vorsitzender blieb Werner Daniel. Zum Wehrführer wurde Thomas Straßheim gewählt. Stellvertretender Vorsitzender wurde Anton Glöckner und stellvertretender Wehrführer Klaus Wittkop. Auch wurde beschlossen, dass der Spielbetrieb des Spielmannszuges vorerst eingestellt wird. Da die Wehr die Möglichkeit hatte ein neues Mannschaftstransportfahrzeug anzuschaffen musste am 4. März 1989 eine außerordentliche Jahreshauptversammlung einberufen werden. Diese beschloss die Anschaffung aus Vereinsmitteln. Vom 21. - 24. September 1989 fand ein Ausflug nach Tann in der Rhön statt. Es wurde die Zonengrenze besichtigt, die Wasserkuppe mit Kloster Kreuzberg besucht und eine Stadtführung in Fulda durchgeführt. Der Tag der Feuerwehr wurde traditionell am Erntedanktag veranstaltet. Erwähnenswert für das Jahr 1989 ist noch, dass Feuerwehrmitglieder Verbundsteine neben dem Feuerwehrgerätehaus Richtung Spielplatz unentgeltlich gelegt haben und in vielen Stunden den erworbenen Ford-Bus zu einem Mannschaftstransportfahrzeug umgebaut haben. Somit wurde auf ein Weiteres der Stadt Leun viel Geld gespart. Das Jahr 1990 war geprägt von einem Tagesausflug nach Thörnich an die Mosel, dem Tag der Feuerwehr mit dem erstmaligen Auftritt des Musikzuges Waldhausen und einigen technischen Hilfeleistungen bei Unfällen und Ölspurbeseitigungen.

Vom 3. - 6. August 90 half die Wehr Biskirchen bei der Durchführung des Festes 125 Jahre Sängervereinigung Borussia-Sängergruß.

Am 30. April 1991 starb unser Ehrenbrandmeister und ehemaliger langjähriger Wehrführer Gustav Wolf. Er wurde am 3. Mai in allen Ehren beerdigt.

Mit dem Tag der Feuerwehr 1991 wurde das 20jährige Bestehen der Jugendfeuerwehr gefeiert. Mit einer kleinen akademischen Feier umrahmt von der Sängervereinigung Borussia-Sängergruß wurde der Tag eröffnet. Ein Alleinunterhalter und der Musikzug Waldhausen, Vorführungen und Spiele sorgten für einen schönen Tag. Am 20. Oktober 91 sperrte die Wehr bei dem erstmals wieder durchgeführten  Kirmeszug ab. Ferner fand der Verbandswandertag der Jugendfeuerwehren im Feuerwehrverband Wetzlar mit 450 Jugendlichen am Buß- u. Bettag 1991 in Biskirchen statt. Die Wanderung fand bei strömenden Regen statt und führte die Wanderer bis hin zum Hardsborn und zurück in die "Grüne Au". Im Dezember wurde erstmals ein Stammtisch im Feuerwehrgerätehaus eingeführt, der seitdem jeden ersten Freitag im Monat stattfindet. Am 6. Dezember 1991 wurde zum ersten Mal eine Nikolausveranstaltung für die Kinder des Dorfes durchgeführt. Bei der Jahreshauptversammlung am 18. Januar 1992 übergab Jürgen Ambrosius das Amt des Jugendfeuerwehrwartes der Wehr Biskirchen nach 17jähriger Tätigkeit in jüngere Hände und zwar an Torsten Scharf, der schon einige Jahre mit ihm zusammengearbeitet hat, und Stefan Sellner.

Am 27. März 1992 fand ein Konzert mit der Mundartgruppe "Fäägmeel" statt. Die "Grüne Au" war restlos ausverkauft. Am 29. August 1992 unternahm die Wehr erstmals mit dem Zug einen Tagesausflug. Von Stockhausen ging es bis nach Koblenz. Von dort mit dem Schiff bis nach Cochem. Nach einem Aufenthalt ging es von Cochem wieder mit dem Zug nach Stockhausen. Der Abschluss wurde im Gasthaus "Zum Adler" gefeiert. Am 18. Oktober 1992 spielten erstmals wieder Spielleute des Spielmannszuges der Feuerwehr im Kirmeszug mit. Am 27. Februar 1993 wird erstmals ein Schlachtfest mit großem Erfolg durchgeführt. Es begannen in dem Jahr 1993 auch die Vorbereitungen zu Durchführung der 750-Jahr-Feier von Biskirchen und Stockhausen 1995. Am 22. Juni 1993 wurde das neue Tragkraftspritzenfahrzeug - Wasser (TSF-W) an die Wehr übergeben. Das alte Löschgruppenfahrzeug (LF 8) wurde am 7. August 1993 an die Feuerwehr Bachra bei Rastenberg übergeben.

In der Jahreshauptversammlung am 22. Januar 1994 wurde ein neuer Vorstand gewählt.

Am Faschingsmontag 1994 wurde erstmals auch von den Kindern eine Faschingssitzung gestaltet.

Vom 12. - 15. Mai 1994 fand der Ausflug im Allgäu statt. Im Sporthotel "Martin" war das Quartier. Fahrten gingen zur Edenbachalm, nach Oberstdorf mit Flugschanze und ins Kleinwalsertal, zu den Königsschlössern Neuschwanstein und Hohenschwangau. Im Mai 1994 nahm der Spielmannszug nach fast 6jähriger Pause seinen regelmäßigen Spielbetrieb wieder auf. Dies wurde besonders begrüßt, da gerade ein Spielmannszug zum kulturellen Geschehen von Biskirchen gehört. Am 1. Juli 1994 wurde der langjährige Stadtbrandinspektor Helmut Brede verabschiedet. Neu gewählt wurde Hans Roos zu seinem Stellvertreter Thomas Straßheim und zum Stadtjugendfeuerwehrwart Jürgen Ambrosius. Am 3. Juli 1994 wurde der langjährige Vorsitzende des Feuerwehrverbandes Wetzlar, Werner Opitz, verabschiedet.

Im Oktober 1994 fand wieder der Tag der Feuerwehr statt. Bei guter Resonanz wurde ein schöner Tag gefeiert. Erstmals spielte das Duo "Heimatklang". 

Am 12. November 1994 wurde Jürgen Ambrosius als Verbandsjugendfeuerwehrwart verabschiedet. Er gehörte 17 Jahre dem Verbandsjugendausschuss, davon 11 Jahre als Verbandsjugendfeuerwehrwart, an.

Schon im Januar 1995 musste die Wehr zu einem schweren Verkehrsunfall auf der B 49 ausrücken. Leider war ein Todesopfer zu beklagen. Insgesamt wurde die Einsatzabteilung im Jahr 1995 zu 11 technischen Hilfeleistungen (Verkehrsunfälle, Ölspuren etc.) per Alarm gerufen. Das Jahr 1995 stand ganz im Zeichen der 750-Jahr-Feier von Biskirchen und Stockhausen, an dem sich auch die Wehr Biskirchen rege beteiligte. Im Vorfeld hatte die Wehr ein Modell der "Alten Schule" gebaut. Am 1. April fand die akademische Feier in der Kirche Biskirchen statt. Das Bahnhofsfest schloss sich am 28. Mai 1995 an. Vom 11. - 14. August wurde dann das eigentliche Fest gefeiert. Eine HR-3-Disco am Freitag eröffnete den Festreigen. Am Samstagmittag führte die Feuerwehr ein "Kuhroulette" durch. Mit viel Spaß waren die TeilnehmerInnen auf dem Feld unterhalb des Hofes Zipp dabei, als auf die Kuh "Dolores" gesetzt werden musste. Am Samstagabend wurde ein buntes Programm geboten. Mit dem Zauberer Moretti, den Stellberg-Sisters, der Tanzkapelle "Arameis", Karl Oertel als Moderator, seine Partnerin Corinna und als Höhepunkt der Auftritt von Karl Gott war es ein stimmungsvoller Abend. Am Sonntag zog sich ein langer Festzug durch Biskirchen. Mit dem Frühschoppen klang das Fest am Montag aus.

Am 10. Juni 1995 fand ein Ausflug der Feuerwehr in den Opelzoo statt. Im November fand erstmals anstelle des Preisskates ein Film- und Diaabend statt. Alte Filme und Dias weckten die Erinnerung an Geschehnisse im Ablauf der Jahre in der Feuerwehr.

Auch das Jahr 1996 sollte mit schweren Einsätzen in die Geschichte der Feuerwehr eingehen. 8 Einsätze waren zu verzeichnen. Darunter ein schwerer Verkehrsunfall am 10. Juli 1996. Eine LKW-Zugmaschine war bei Leun von der Straße abgekommen und das Brückengeländer zur alten Straße nach Tiefenbach hinuntergestürzt. Mittels Spreizer und Rettungsschere wurden zwei Personen schwer verletzt geborgen.

Am 26. August wurde die Wehr zu einem Wohnhausbrand in die Wilhelmstraße 2 gerufen. Das Einfamilienhaus brannte im 1. Obergeschoß. Die Tochter des Hauses wurde mit einer Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Es waren die Leuner Wehren und die Wehr Braunfels mit der Drehleiter im Einsatz.

Besonders tragisch war der Einsatz am 30. September 1996. Im Neubaugebiet am Hain wurden zwei Bauarbeiter in einem ca. 4 m tiefen Graben verschüttet. Trotz dem intensivem Einsatz der Wehr und vieler anderer Helfer, bei dem der Vorarbeiter der Baufirma noch lebend geborgen werden konnte, starb dieser. Der mitverschüttete Bauarbeiter war schon unter den Erdmassen erstickt und konnte nur noch tot geborgen werden. Auch hier waren alle Leuner Wehren, die Wehr Braunfels, der DRK-Rettungsdienst und der Kreisbrandinspektor im Einsatz.

Am 1. Mai 1996 fand ein Familientag der Feuerwehr auf einer Weide von Olaf Zipp statt.

Der Mehrtagesausflug führte die Feuerwehrmitglieder nach Bantikow an die Kyritzer Seenkette. Mit Fahrten in den Spreewald, nach Berlin, ins Staatsgestüt nach Neustadt, Besichtigung von Potsdam und des Schlosses Sanssouci, dem Besuch bei Ritter Kahlputz war für ein schönes Programm gesorgt. Auch die Abende fanden in geselliger Runde statt. Ein rundum schöner Ausflug in herrlicher Landschaft mit bestem Hotel.

Am 6. Oktober feierte die Jugendfeuerwehr ihr 25jähriges und die Frauengruppe ihre 20jähriges Bestehen.

Auch das Jubiläumsjahr 1997 ist von vielfältigen Aktivitäten geprägt.

Besonders zu erwähnen ist der Tag der Feuerwehr und die kleine akademische Feierstunde zum 70jährigen Bestehen am 29. November 1997. Das Gründungsdatum ist der 27. November 1927.       

Auch soll zum Jahreswechsel 1997/98 erstmals eine große Silvesterfeier im Feuerwehrgerätehaus stattfinden. Das Jahr 1998 und 1999 waren geprägt von viel Arbeit zum Wohle der Allgemeinheit.

Am 8. April 2000 wurde die Wehr zum Brand der Grundschule „Lahn-Ulm“ gerufen. Trotz intensivem Einsatz mit Unterstützung der Nachbarwehren, wurde ein Grossteil der Schule ein Opfer der Flammen und muss wiederaufgebaut werden.

Der Tag der Feuerwehr 2001 war geprägt von der Feier zum 25jährigen Bestehen der Frauen in der Feuerwehr und dem 30jährigen Bestehen der Jugendfeuerwehr.

Im Jubiläumsjahr hatte die Feuerwehr auch schon einige Einsätze. Bisher der größte Einsatz in diesem Jahr war der Brand der ehemaligen Klinkwerke in Solms-Oberbiel. Hier wurden wir zur nachbarschaftlichen Hilfe gerufen.

  Viele Aktivitäten prägen den Verein seit seiner Gründung. Wandertage, Familientage, Tage der Feuerwehr im Gerätehaus, Geselligkeit und Frohsinn u. a. bei den Faschingsveranstaltungen, Tages- und Mehrtagesausflüge, Schlachtfeste u. v. m. halten das Motto der Wehr "Einer für alle, alle für einen" aufrecht. Von allen Einsätzen zum Wohle des Nächsten hier an dieser Stelle zu berichten würde den Rahmen sprengen. Im Laufe der Geschichte der Wehr fanden viele Brandeinsätze, technische Hilfeleistungen, und vieles mehr statt.

  Die Feuerwehr Biskirchen hat im Jubiläumsjahr 2002 einen Mitgliederstand von 301 Mitgliedern davon 32 Kinder und Jugendliche die beitragsfrei sind. In der Jugendfeuerwehr sind 19 Mitglieder und der Spielmannszug 22 Spielleute.

  Im Jahr 2003 kam mit der Umstellung des Tanklöschfahrzeuges nach Biskirchen ein erhöhter Aufwand an Arbeit auf die Einsatzabteilung zu. Am 25. Oktober wurde die Mini-Feuerwehr gegründet, der auch gleich 25 Kinder im Alter von 6 – 10 Jahren angehören. Es kam eine Änderung in der Führung der Einsatzabteilung. Thomas Straßheim wurde am 12. Dezember zum Stadtbrandinspektor gewählt. Sein Stellvertreter wurde Stefan Sellner.

Bedingt durch die Wahl zum Stadtbrandinspektor trat Thomas Straßheim nicht mehr zur Wahl als Wehrführer in Biskirchen an. Zum Wehrführer in Biskirchen wurde Stefan Sellner und zu seinem Stellvertreter Torsten Scharf gewählt.

  Personalien:

 

Vorstand im August 2002:

Vorsitzende: Brigitte Ambrosius Ruggia
Stellvertreter:  Egon Peusch
Schriftführer:  Jürgen Ambrosius
Stellvertreterin:   Marie-Luise Ambrosius
Kassenwart:      Horst Weber
Stellvertreter:  Bernd Schneider
Beisitzer:  Rüdiger Kehl
Beisitzer:     Thorsten Fischer
Wehrführer:  Thomas Strassheim
Stellvertreter: Stefan Sellner
Jugendfeuerwehrwart: Andreas Zenthöfer
Vertreterin Frauen:   Brigitte Ambrosius Ruggia
Vertreter Männer: Jens Oberding
Vertreter Spielmannszug: Jürgen Flick

 

Amtszeiten:

Vorsitzender: Hermann Volk 27.11.27 bis 01.04.48
Gustav Wolf   01.04.48 bis 20.03.70
Werner Daniel 20.03.70 bis 18.03.00
Brigitte Ambrosius-Ruggia  18.03.00 bis heute

Stellv. Vorsitzender  Wilhelm Sander  27.11.27 bis 04.03.50
Robert Walter 04.03.50 bis 20.01.62
Otto Heinz 20.01.62 bis 29.04.66
Georg Zipp 29.04.66 bis 20.03.70
Jürgen Heller 20.03.70 bis 14.01.79
Anton Glöckner  14.01.79 bis 11.01.86
Klaus Wittkop 11.01.86 bis 14.01.89
Anton Glöckner 14.01.89 bis 22.01.94
Rüdiger Kehl 22.01.94 bis 11.01.97
Egon Peusch 11.01.97 bis 17.01.04
Olaf Zipp 17.01.04 bis heute

Wehrführer HerrmannVolk 27.11.27 bis 01.04.48
Gustav Wolf    01.04.48 bis 20.03.70
Werner Daniel  20.03.70 bis 14.01.89
Thomas Straßheim 14.01.89 bis 14.01.04
Stefan Sellner 14.01.04 bis heute

                                   

Stellv. Wehrführer Wilhelm Sander   27.11.27 bis 04.03.50
 Robert Walter 04.03.50 bis 20.01.62
Otto Heinz 20.01.62 bis 29.04.66
Georg Zipp  29.04.66 bis 20.03.70
Jürgen Heller 20.03.70 bis 14.01.79
Anton Glöckner  14.01.79 bis 11.01.86
Klaus Wittkop 11.01.86 bis 22.01.94
Stefan Sellner  22.01.94 bis 14.01.04
Torsten Scharf  14.01.04 bis heute

                        

Schriftführer Karl Zutt 27.11.27 bis 04.03.50
Wilhelm Bremond  04.03.50 bis 28.04.56
Gerhard Scharf   28.04.56 bis 20.01.62
Karl Heinz Droß 20.01.62 bis 09.03.63
Wilhelm Breimond 09.03.63 bis 13.03.65
Eberhard Kraft 13.03.65 bis 22.03.68
Hermann Weber 22.03.68 bis 14.01.72
Jürgen Ambrosius 14.01.72 bis heute

                                                         

stellv. Schriftführer Erwin Becker 17.03.51 bis 13.01.52
Heinrich Thorn 13.01.52 bis 15.05.54
Erwin Becker 15.05.54 bis 28.04.56
Heinz Bremond 28.04.56 bis 23.03.57
Ernst Pfaff   23.03.57 bis 22.03.68
Heinz Weber  22.03.68 bis 11.01.74
Gerhard Schneider 11.01.74 bis 10.01.75
Paul Heun jun. 10.01.75 bis 14.01.78
Jörg Schipper 14.01.78 bis 18.01.92
Gerhard Langer komm. 18.01.92 bis 22.01.94
Marie-Luise Ambrosius 22.01.94 bis heute

                                

Kassenwart: Karl Zutt 27.11.27 bis
Gustav Wolf                  bis 01.04.48
Hermann Hahn 01.04.48 bis 20.03.70
Friedhelm Zutt 20.03.70 bis 10.01.76
Frieder Mutz 10.01.76 bis 09.01.82
Horst Weber 09.01.82 bis heute

 

stellv. Kassenwart: Eduard Engelmann 17.03.51 bis 15.05.54
Heinz Bremond 15.05.54 bis 11.04.59
Friedhelm Scharf 11.04.59 bis 18.02.61
 Walter Fischer  18.02.61 bis 20.03.70
 Lothar Weber    20.03.70 bis 05.03.71
Heinz Weiland  05.03.71 bis 14.01.72
Jürgen Ambrosius   14.01.72 bis 12.01.73
Harald Michel 12.01.73 bis 11.01.74
Ernst Nell 12.01.73 bis 13.01.79
Horst Weber 13.01.79 bis 09.01.82
Paul Heun jun.  09.01.82 bis 14.01.84
Bernd Schneider 14.01.84 bis 17.01.04
Egon Peusch 17.01.04 bis heute

                               

1. Beisitzer Otto Grün  22. 3.58 bis 20. 1.62
Walter Schäufler 20. 1.62 bis 20. 3.70
Georg Zipp  20. 3.70 bis 14. 1.84
Friedhelm Zutt 14. 1.84 bis 10.01.98
Thorsten Fischer 10.01.98 bis heute

                         

2. Beisitzer Wilhelm Bremond 22.02.58 bis 20.01.62
Karl Schmidt III. 20.01.62 bis 29.04.66
Heinz Bremond 29.04.66 bis 20.03.70
Karl Oberding 20.03.70 bis 11.01.74
Willi Schmidt 11.01.74 bis 14.01.84
Gerhard Langer 14.01.84 bis 22.01.94
Egon Peusch 22.01.94 bis 11.01.97
Rüdiger Kehl 11.01.97 bis heute

3. Beisitzer Franz Strauß 29.03.69 bis 20.03.70

                          

1. Jugendfeuerwehrwart Heinz Weber 01.04.71 bis 11.01.74
Axel Knapp  11.01.74 bis 10.01.75
Jürgen Ambrosius 10.01.75 bis 18.01.92
Torsten Scharf  18.01.92 bis 31.12.02
Andreas Zenthöfer 01.01.03 bis heute

2. Jugendfeuerwehrwart Joachim Krüger  11.01.74 bis 10.01.75
Gerhard Schneider 10.01.75 bis 14.01.79
 vakant   14.01.79 bis 14.01.84
Thomas Straßheim 14.01.84 bis 14.01.89
Torsten Scharf 14.01.89 bis 18.01.92
Stefan Sellner 18.01.92 bis 22.01.94
Andreas Zenthöfer 22.01.94 bis 31.12.02

Übergemeindliche Tätigkeiten:

 

Bezirksbrandmeister Löschbezirk 7: Gustav Wolf 1961 bis 20.03.70

Pressewart Jugendfeuerwehren im Feuerwehrverband Wetzlar:

Jürgen Ambrosius 07. 3.76 bis 15.02.81

Stellvertretender Verbandsjugendfeuerwehrwart im Feuerwehrverband Wetzlar:

Jürgen Ambrosius 15.02.81 bis 16.10.83
Verbandsjugendfeuerwehrwart: Jürgen Ambrosius 16.10.83 bis 12.11.94

Mitglied im Vorstand des Feuerwehrverbandes Wetzlar:

Jürgen Ambrosius 16.10.83 bis 12.11.94

Sprecherin der Frauen im Feuerwehrverband Wetzlar:

Marie-Luise Ambrosius 1980 bis 1991

Mitglied im Vorstand des Feuerwehrverbandes Wetzlar:

Marie-Luise Ambrosius 1980 bis 1991

Stellvertretende Sprecherin der Frauen im Feuerwehrverband Wetzlar:

 Brigitte Ambrosius 1991 - 1996
Sabine Straßheim 1996 bis 2001

Schriftführer Jugendfeuerwehren im Feuerwehrverband Wetzlar:       

Thomas Straßheim  13.03.83 bis 10.03.90

Stellvertretender Stadtbrandinspektor:

Thomas Straßheim 01.07.94 bis 12.12.03
Stadtbrandinspektor: Thomas Straßheim 12.12.03 bis heute
Stellvertretender Stadtbrandinspektor: Stefan Sellner 12.12.03 bis heute
Stadtjugendfeuerwehrwart: Jürgen Ambrosius 01.07.94 bis heute 

Leun-Biskirchen im August 2002

 

Jürgen Ambrosius, Schriftführer

 

Quellen:

Die Geschichte der Feuerwehr bis 1977 von Rudolf Anschütz,

Protokollbücher und Jahrestätigkeitsberichte der Feuerwehr,

eigene Aufzeichnungen, Erinnerungen, Erkundigungen