Goldene Florian-Medaille für Ambrosius

12.05.2003

Schöffengrund- Schwalbach. (hp). "Die Rahmenbedingungen werden weltweit wirtschaftlich und gesellschaftlich zunehmend schlechter - da ist es wichtig, ein Stück Lebensqualität zu pflegen," so Landrat Dr. Karl Ihmels (SPD) in seinem Grußwort zum Delegiertentag der Jugendfeuerwehren im Feuerwehrverband Wetzlar am Samstagnachmittag. "Die Feuerwehren spielen hier nicht nur für die Sicherheit der Menschen eine große Rolle, sondern auch für das Demokratieverständnis und das Verantwortungsbewusstsein, das sich besonders in den Jugendwehren prägend auswirkt," so Ihmels weiter.

Schöffengrunds Bürgermeister Norbert Schmitt (SPD), der die Delegierten im Schwalbacher Bürgerhaus begrüßte, unterstrich auch den Stellenwert der Feuerwehren: "Die Bürgermeister . . . und die Kommunen stehen voll hinter ihren Wehren".

Kreis- und Verbandsjugendfeuerwehrwart Markus Stroh konnte unter den 115 Delegierten der 66 Jugendwehren aus 13 Städten und Gemeinden, neben Vertretern der Politik - allen voran Bundestagsabgeordnete Erika Lotz (SPD) - auch hohe Vertreter aus Feuerwehrkreisen begrüßen. So den stellvertretenden Verbandsvorsitzenden Jürgen Volk und den Ehrenvorsitzenden Werner Opitz.

Während in Breitscheid ein Vorbild der jungen Wehrleute, Arno Schmehl, mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde, galt es im Rahmen der Jugenddelegiertentagung ebenfalls engagierte Mitstreiter auszuzeichnen.

Auszeichnungen

Die höchste Ehrung ging an den ehemaligen Verbandsjugendfeuerwehrwart und Bezirksjugendringvorsitzenden Jürgen Ambrosius, Stadtjugendfeuerwehrwart in Leun, der mehr als 30 Jahre in der Jugendarbeit tätig ist. Er wurde mit der Florian-Medaille der Hessischen Jugendfeuerwehr in Gold ausgezeichnet.

Die Florian-Medaille in Silber ging an die Gemeindejugendfeuerwehrwarte Oliver Senft (Hüttenberg) und Karsten Lehmann (Waldsolms), die Jugendfeuerwehrwarte Alexander Pauly (Tiefenbach), Reiner Jüngst (Mudersbach) und Andreas Zenthöfer (Biskirchen) sowie den Wehrführer Jürgen Hardt (Griedelbach) und den ehemaligen Jugendfeuerwehrwart Jens Henrich (Niederquembach).

In seinem Jahresbericht ging Markus Stroh zunächst auf Zahlen ein. Die 66 Jugendwehren im Verband konnten mit 992 die Zahl ihrer Mitglieder konstant halten. 226 Jugendliche kamen hinzu, 166 traten aus und 50 junge Männer und zwölf junge Frauen konnten in die Einsatzabteilungen übernommen werden.

Nachwuchsprobleme

Erfreulich fand Stroh, dass alle Jugendwehren Mädchen aufnehmen. Es gebe allerdings noch immer eine Wehr, die keine Mädchen in die Einsatzabteilung übernimmt. Und doch haben 23 Jugendwehren Nachwuchssorgen.

Für Jugendarbeit wurden - zusammen mit den 5700 Stunden der Jugendfeuerwehrwarte und Betreuer für Vor- und Nachbereitung, Sitzungen und Tagungen aufbrachten - 11 600 Stunden aufgewandt. In diesem Zusammenhang sprach Stroh die Qualifikation der Jugendfeuerwehrwarte an, für die ein Gruppenführerlehrgang und die Jugendleitercard notwendig sind. Für beide Voraussetzungen mangelt es an Ausbildungsplätzen, so dass die Kreisverbände Dill und Wetzlar gemeinsam eine Seminarreihe organisieren.

Strohs Stellvertreter - Stefan Seidel, Ute Krauß, Alexander Lotz - berichteten aus ihren Bereichen und lobten die gute Zusammenarbeit.

Nach Kassenbericht, Aussprache und Grußworten der Gäste wurde Andrea Guß (Bonbaden) zum neuen Vorstandsmitglied gewählt. Sie ist für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig und übernimmt das Amt von Daniel Krause.

 

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